Vom Umbau verschont blieb das 1701 errichtete Fortuna-Portal, das anlässlich der Krönung Friedrichs (als Kurfürst der III., als König der I.) zum König in Preußen dem Schlosskomplex hinzugefügt wurde. Nach Friedrich II. spielte es im Leben der nachfolgenden Regenten nur noch eine Nebenrolle.
In der Bombennacht des 14. April 1945 wurde es stark beschädigt. 1959/60 wurden die Reste abgetragen. Weder politisch noch finanziell wollte sich die damalige DDR-Führung einen Wiederaufbau leisten, außerdem traf es sich gut, dass mit dem Abriss Platz für eine breite Magistrale entstand.
Ende der achtziger Jahre begann man damit, den freien Platz durch einen Theaterneubau zu füllen. Nach der politischen Wende wurde allerdings der Rohbau wieder abgerissen, um Platz für den Wiederaufbau des Stadtschlosses zu schaffen. Der ist vom Stadtparlament beschlossen und soll künftig als Landtagsgebäude dienen. Immerhin steht dank einer Spende der deutschen Zement-Industrie inzwischen das Fortunaportal wieder.
Überbleibsel der früheren Schlossanlage ist der ehemalige Marstall - heute Filmmuseum - und der Lustgarten, eine Parkanlage am Ufer dier Havel, die im Rahmen der BUGA 2001 in Potsdam in Anlehnung an die historische Gestaltung neu entstanden ist.
Foto: Historische Ansicht des Stadtschlosses von der alten Langen Brücke aus gesehen